Wolfgang Heller
Bieler Weg 5

35789 Weilmünster im Taunus

wolfgangheller

@ kinderlernenlesen.de

 

Einfach vorbildlich 

Johann Bernhard Basedow

Gemeinfrei by Wikipedia
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Kinder lernen lesen ... In 5 Tagen, 5 Wochen, 5 Monaten. Ihr bestimmt das Tempo selbst. So lernt ihr: - Ladet das Übungsblatt der Lektion herunter. - Druckt das Übungsblatt so oft, wie benötigt, aus. - Schaut euch das Übungsblatt an. - In der Schule projiziert ihr es. - Übt damit, lest Silben und Wörter. - Schreibt Silben und Wörter auf dem Übungsblatt. - Schreibt Silben und Wörter in ein Heft Nr. 27. - Geht erst weiter, wenn ihr alles könnt. Der Lesekurs ist bis auf Feinheiten fertig. Ihr könnt schon damit lernen. Der Lesekurs und Material sind kostenlos.
Kinder lernen lesen ...In 5 Tagen, 5 Wochen, 5 Monaten.Ihr bestimmt das Tempo selbst. So lernt ihr:- Ladet das Übungsblatt der Lektion herunter.- Druckt das Übungsblatt so oft, wie benötigt, aus.- Schaut euch das Übungsblatt an. - In der Schule projiziert ihr es.- Übt damit, lest Silben und Wörter.- Schreibt Silben und Wörter auf dem Übungsblatt.- Schreibt Silben und Wörter in ein Heft Nr. 27.- Geht erst weiter, wenn ihr alles könnt. Der Lesekurs ist bis auf Feinheiten fertig.Ihr könnt schon damit lernen.Der Lesekurs und Material sind kostenlos.

Gut vorbereitete Kinder ....

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Kinder schon früh an die Welt der Buchstaben heranzuführen. Zwei sind hier schon mal angeseigt. Mit Buchstabennudeln kann man schon mal den Namen legen. Ebenso mit den Buchstaben von 'Russisch Brot'. Weitere Beispiele folgen.

 

 

Gut vorbereitete Kinder ...

 

Vor zwei Jahren sah ich zufällig bei Arte die beiden Film-Beiträge "Die Schule von Morgen". Im 2. Teil des Films ging es auch um das Lesenlernen. Französische Lern-Neurologen hatten sich ausführlich mit dem Thema befasst. Einer von ihnen sagte ab der 37. Minute des Films:

 

https://www.youtube.com/watch?v=pQBMQq0gOzc

 

 

  1. Kinder, die gut vorbereitet sind, können in bzw. mit 5 Lehrerstunden lesen lernen.  
  2. Kinder, die weniger gut vorbereitet sind, brauchen bis zu 7 mal länger.

 

Diese Festellungen treffen sich exakt mit meinenn Beobachtungen in meinen Lesekursen für Vorschulkinder. Ein Drittel der teilnehmenden Kinder konnte nach den 5x2 Kursstunden beliebige Wörter erlesen. Ein weiteres Drittel war dem Ziel schon recht nahe und ein drittes Drittel hätte noch deutlich mehr Zeit gebraucht.

 

Screenshot aus der Dokumentation "Die Schule von Morgen".

 

Das Zauberwort heißt "gut vorbereitet' 

 

Nachem ich bei Facebook eine kurze Notiz darüber das Thema 'gut vorbereitet' geschrieben hatte, fragte eine gute Bekannte nach, was 'gut vorbereitet' bedeutet. 

 

"Gut vorbereitet' heißt nicht, dass alles schon vorweg gelernt wird. Nehmen wir uns mal einen Bauern zum Vergleich, der seinen Acker für die Aussaat im Frühhjahr vorbereitet. Je besser der Boden aufbereitet ist, umso mehr wird er voraussichtlich im Sommer ernten können.

 

Ähnlich ist es mit unseren Kindern. Wenn sie von kleinauf gut behütet aufwachsen, wenn wir viel mit ihnen sprechen, ihnen viel erzählen, mit ihnen singen, ihnen vorlesen, wenn sie Geschichten hören und sehen, ist der 'Input' so groß, dass sie mit aller Wahrscheinlichkeit Interesse am Lesen entwickeln und früh und schnell lesen lernen.

 

Kinder, die in dieser Zeit einen nur kleinen Input haben, müssen dieses Defizit in Vorschule und Schule ausgleichen. Sie brauchen deshalb zwangsläufig mehr Zeit, weil ihr aufzuholendes und zu lernendes Pensum dann wesentlich höher ist.

 

Wichtig für den sicheren Weg zu lesen ist auch, frühzeitig mit der Welt der Buchstaben, ihrer grafischen Form und ihrer Laute in Kontakt zu kommen. Wir können Kindern immer mal ganz nebenbei einen Buchstaben zeigen und benennen, wir können ihnen zeigen, wie sie ihren Namen schreiben (eigentlich ist das eher ein Malen) und wir können sie mit einem ABC-Poster in beliebiger Form schon mal auf die Buchstaben vorbereiten. Das alles hilft Lesen lernen. 

 

Gut vorbereitet   -   Ein paar Stichpunkte

 

  • Es heißt nicht, dass Kinder in einem Zeitblock von 5 Stunden lesen lernen.
  • Es heißt, dass sie mit dem Einsatz von  aufaddiert  5 Lehrerstunden bzw. 300 Lehrerminuten lesen lernen.
  • Gutes Lernen erfolgt in angepassten Portionen. Z. B. 22 x 15 Minuten = 330 Minuten = 5  1/2  Stunden.
  • Gut vorbereitet heißt auch nicht, dass die Kinder schon alle Buchstaben etc. gelernt haben müssen. Nein. Sie müssen gut eingestimmt sein. Sie müssen aufmerksam sein, lernbereit sein, sollten schon mit Buchstaben in Kontakt gekommen sein. Mehr nicht.
  • Es sagt auch, dass Kinder, die weniger gut vorbereitet sind, auch lesen lernen. Sie müssen die mentale Vorbereitung in der Schule lernen. Das kostet Zeit. Deshalb brauchen sie länger. Sie müssen das, was andere zu Hause schon gelernt haben, in der Schule nachholen. Sie brauchen dann nicht 5 Stunden, sondern z.B. 35 Lehrerstunden. Dann können sie auch lesen. 

 

Mit "gut vorbereitet" sind nicht Kinder gemeint, die schon alles können.

Gut vorbereitet sind ...

 

  • Kinder, die schon hie und da mit Buchstaben in Kontakt kamen,
  • Kinder, die ihren Namen schon kritzeln können,
  • Kinder, die Buchstaben auf Plakaten und an Fassaden zu erkennen versuchen,
  • Kinder, denen in ihrer Vorschulzeit viel vorgelesen wurde.
  • Kinder, die einen möglichst großen Wortschatz erworben haben.
  • Kinder, die gelernt haben, einer Sache über eine Viertelstunde aufmerksam zu folgen.

 

Wir müssen auch nicht in 5 Lehrerstunden lesen lernen. Wir können uns auch 5 Tage, ja selbst 5 Monate Zeit lassen. Nach 5 Monaten sollte wir allerdings lesen können.  Das ist nicht nur meine Meinung. 

 

Kinder alphabetisieren, vorbereiten:

In der Stadt finden wir allenthalben große Plakate, Leuchtschriften, ... Da haben wir alle Möglichkeiten, bei einem Stadtgang auf Buchstaben hinzuweisen. Mit einem Stück Kreide sind wir aber auch auf dem Land, im Wald  sehr gut dabei, mit den Buchstaben zu spielen. Schreibt Buchstaben auf einen Baum, auf den Asphalt, in eine austrocknende Pfütze, in den Sand, ....

 

Man findet längs der Wege immer wieder mal einen Stein oder eine glatte Fläche, auf die man Buchstaben oder sogar mal ein ganzes Wortschreiben kann. Hier bot sich ein Schieferstein an, mit einem Stück Schiefer beschrieben zu werden. 

 

 

Ihr müsst für diese Vorübungen nicht unbedingt ans Meer fahren. Buchstaben, Namen und kleine Wörter könnt ihr auch auf die Straße schreiben, auf einen Stein, auf einen Feldweg, in den Schnee, ....

 

 

 

 

 

Gut vorbereitet mit der Lese-Safari

Das von mir entwickelte Lernspiel 'LeseSafari' wird so einfach gespielt wie 'Mensch-ärgere-dich-nicht' . Im Laufe des Spielens treffen die Kinder auf alle Buchstaben und lernen sie in ihrer grafischen Form und in der Art, wie sie lesegerecht ausgesprochen werden.  Sie lernen auch schon ganz nebenbei neben den Großbuchstaben die zugehöruigen Kleinbuchstaben.

 

Wer seinem Kind dieses kleine Poster an die Wand heftet und das Spiel auch immer wieder mal spielt, kann sein Kind gut auf den Leseunterricht vorbereiten.

 

Eine persönliche Erfahrung:
Als ich das Spiel entwickelt hatte, gab ich Kindern der Vorschulkurse das Spielfeld freitags mit nach Hause. In einem Begleitschreiben bat ich die Eltern, das Spie mit ihren Kindern nach den aufgedruckten Regeln mehrfach übers Wochenende zu spielen, um die KInder auf den Kurs einzustimmen.
Montags, als der Kurs begann, konnte ich meinen Augen und Ohren kaum glauben. Fast alle Kinder kannten fast alle Buchstaben. Das war ein perfekter Start für die Lesekurse ...

 

Ihr braucht zum Spielen einen Würfel und eine Handvoll Klötzchen.

 

Dass Kinder erfolgreicher lesen lernen, wenn sie gut vorbereitet sind, zeigte sich vielfach in meinen Lesekursen für Vorschulkinder.  Das 'gut eingestellte Drittel' der teilnehmenden Kinder konnte nach den 5 x 2 Kursstunden beliebige Wörter erlesen. Ein weiteres Drittel war dem Ziel schon recht nahe und ein drittes Drittel hätte noch deutlich mehr Zeit gebraucht.

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