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Wolfgang Heller

Lehrer, LeseCoach
Bieler Weg 5
35789 Weilmünster/Ts.
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Kinder spielend alphabetisieren

Nutzt alle möglichen Gelegenheiten, um eure Kinder schon früh mit Buchstaben in Kontakt zu bringen

 

Kinder, die schon früh mit der Welt der Buchstaben vertraut werden, lernen später leichter lesen. Gelegenheiten dazu gibt es in unserer täglichen Umwelt reichlich.

 

Im Arte-Film erklären die französischen Neuro-Wissenschaftler, dass wir zum Lesenlernen im 1. Lernschritt die grafische Form des Buchstabens und dessen Laut/Klang zusammenbringen müssen. 

 

So eine Kontaktaufnahme mit Buchstaben und ihren Lauten kann das Schreiben des eigenen Namens sein. Den sollten Kinder aus vielerlei Gründen schon aufsagen und schreiben können, bevor sie in die Schule kommen.  

 

Wir begegnen Buchstaben aber auch immer wieder an anderen Plätzen. Wenn wir ein Buch vorlesen, könnnen wir schon einmal auf ein 'A' oder einen anderen Buchstaben verweisen und den vielleicht auch in die Luft schreiben, mit dem Finger auf den Tisch schreiben, mit einem Stock in den Boden ritzen, etc. 

Laut und Buchstabe

Wenn ich von Buchstabe/n spreche, schließe ich den Begriff Laut/e mit ein. Sprachwissenschaftler lieben zar die Unterscheidung, Lesepraktiker verwenden für beide  Begriffe lieber das Wort Buchstabe.  Das ist weniger verwirrend für Kinder, als beide Begriffe parallel zu nutzen.

Buchstaben sind grafische Zeichen für Laute. Vereinfacht könnten wir sagen: Unsere frühen Vorfahren haben sich darauf geeinigt, dem Laut AAA das Zeichen A zu geben. Greifen wir so auf die Vokale zu, lernen unsere Kinder schnell, Laute und Buchstaben zuzuordnen. Auf jeder Lebensmittelpackung, auf Firmenschildern, Nummerschildern finden wir Buchstaben. Nutzen wir die Möglichkeit und beginnen unsere Kinder ihrem Interesse folgend und Schritt für Schritt zu alphabetisieren. Wir machen sie auf diese Weise ganz sanft mit der Welt der Laute und Buchstaben vertraut. Und Vertrauen ist eine der allerwichtigsten Grundlagen für erfolgreiches Lernen !!!

PS: Wenn ich von Buchstabe/n spreche, schließe ich den Begriff Laut/e mit ein. Das ist weniger verwirrend für Kinder, als beide Begriffe parallel zu nutzen.

Jeder kleine Ausflug kann für die Alphabetisierung genutzt werden. Die Leuchtreklame in der Stadt, der Schieferstein im Wald, ein sandiger Weg, ein Nummernschild, ....

 

Es braucht keine aufwändigen Installationen wie bei mir im Lernstudio unten. Ein Tisch, eine kleine Tafel o.ä. reichen völlig.

Gehirngerechtes Lesenlernen

 

Eine kluge Lerntrainerin hat einmal den Begriff  'Gehirngerechtes Lernen' geprägt und erfolgreich darauf aufgebaut. 

 

Das gilt auch für das Lernen in der Schule. Das gilt auch fürs Lesenlernen.

 

Es ist kein Fehler, Kinder schon vor der Schule zu alphabetisieren. Ganz im Gegenteil. Wenn Neues auf schon vorbereiteten Boden trifft, lernt es sich leichter. 

 

Wenn unser Gehirn schon auf zu Lernendes vorbereitet ist, kann es Neues viel leichter verstehen, einordnen und vernetzen. 

 

Ein Beispiel: Wenn Sie unvorbereitet in einen Vortrag gehen, haben sie viel mehr Mühe, dem Vortrag zu folgen, als wenn Sie sich schon ein Stück weit mit dem Thema befasst haben. So ist es auch mit dem Lernen in der Schule. Vorbereitet sein macht das Lernen leichter, Hinterherlernen macht das Lernen schwierig und sorgt für Sorgen.

 

Ein kluger Lehrer ist dankbar für Kinder, die schon alphabetisiert sind oder sogar schon lesen können.  Diese Kinder sind kein Ärgernis sondern wertvolle Helfer, die man als Assistenten und Vorbilder für Kinder einsetzen kann, denen das Lernen nicht so leicht fällt.

 

Eines meiner schönsten Feedbacks:

 

Vor zwei Jahren rief mich ein türkisch-stämmiger Vater an und sagte: 'Das muss ich Ihnen unbedingt berichten. Mein Sohn hat sich mit der Lese-Grundschule aufs Lesenlernen in der Schule vorbereitet. Er hat in ganz kurzer Zeit die Buchstaben und auch das Lesen gelernt. Er sitzt jetzt in der Ecke (ich halte die Luft an) und darf anderen Kindern beim Lesenlernen helfen. Die 14 € für die Lese-Grundschule waren die beste Investition meines Lebens!' So ist's gut !

 

Wir machen aus dem Lesenlernen kein Event, wir bereiten es sorgsam und behutsam vor. Wir bereiten das geistige Feld, so wie der Bauer im Frühjahr seine Felder für eine erfolgreiche Aussaat und eine reiche Ernte vorbereitet.

 

Für uns heißt das, dass Buchstaben und ihre Laute schon früh im Leben eines Kindes vorkommen. Das kann ein Buchstabenposter an der Wand sein, eine Vorlage unter dem Frühstücksteller, eine Tasse oder ein T-Shirt mit dem Alphabet.

 

Und wenn wir unterwegs sind, können wir schon einmal auf die Buchstaben auf einem Nummernschild oder auf die Buchstaben in einem Firmennamen hinweisen: AL DI.  Oder wir schreiben einen Buchstaben in den Schnee, in den Sand, auf einen Stein, auf einen Baum. 

 

So alphabetisieren wir unser Kind spielerisch und beiläufig. So bereiten den Boden für erfolgreiches Lernen und Lesen.

 

Wir sorgen auch dafür, dass unser Kind schon einmal seinen Namen in großen Druckbuchstaben schreibt und auch einmal das eine oder andere Wort abzeichnet/abschreibt. 

Früher hieß es immer: Wartet mit den Buchstaben und dem Lesen nur ab, bis euer Kind in die Schule kommt. Da lernt es das schon.

 

Heute hat sich da unsere Einstellung und auch unser Wissen geändert. Wenn ein Bauer einen Acker bestellt, bereitet er ihn so vor, dass die Saat gut aufgeht und er eine möglichst gute Ernte erzielt.

 

Wenn wir Kinder schon frühzeitig in vielen Situationen mit Buchstaben zusammenbringen, handeln wir so wie der Bauer, der sein Feld gut vorbereitet. Habt deshalb keine Scheu, ein Plakat mit dem Alphabet der Tiere an die Wand zu heften oder die Lese-Safari in euer Spiele-Repertoire zu übernehmen.

 

Habt auch keine Scheu, in der Zeitung schon einmal den einen und anderen Buchstaben zu zeigen oder suchen zu lassen, einen Buchstaben in den Sand, auf einen Stein oder die Straße zu schreiben. 

 

Zeigt euren Kindern, dass Buchstaben zu unserer Welt gehören. Dann werden sie mit ihnen vertraut und werden zu guten Lesern.

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