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Wolfgang Heller

Lehrer, LeseCoach
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Kinder-lernen-lesen.de Lesekurs 2018 Lesen lernen mit dem ABC der Tiere
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Kinder spielend alphabetisieren

Noch vor zwanzig Jahren habe ich Eltern gesagt: Ihr müsst eure Kinder nicht auf die Schule vorbereiten. Wir können das schon alleine. Dem war auch so. Es war in gut geführten Klassen Standard, dass Kinder, bis auf einzelne Ausnahmen, im Zeitraum zwischen Einschulung und dem Halbjahres-Zeugnis, also nach 6 Monaten, lesen lernten. Ohne elterliche Hife, ohne Lesepaten. Dazu lernten die Kinder, alles zu schreiben, was sie lasen. In den ersten Wochen in Druckschrift, nach wenigen Wochen führten wir auch parallel schon die Schreibschrift ein. Wegen der  besonders leichten Verbindbarkeit der Buchstaben nach Kenntnis der Druckschrift, war die Lateinische Schrift die optimale Schrift.

 

Aus vielerlei Gründen verlängern sich die Lesekurse heute ins Unendliche und weil man es immer seltener schafft, die Schreibschrift zu lehren, wird sie inzwischen verbreitet in Frage gestellt. 

 

Es ist heute wichtiger denn je, Kinder frühzeitig zu alphabetisieren

 

Weil wichtige Lernstandards/Lernziele in der Grundschule vielfach nur noch unzureichend erreicht werden, die Lerntests bestätigen uns das mit schöner Regelmäßigkeit, halte ich es heute für wichtig, Kinder schon frühzeitig auf das Lesenlernen vorzubereiten, indem wir sie frühzeitig alphabetisieren, indem wir sie frühzeitig mit der Welt der Buchstaben vertraut machen.

 

Meine Überzeugung: Die frühe Alphabetisierung gehört schon in Kita und Vorschule. Wir sollten die Zeit bis zur Einschulung nutzen, unsere Kinder auf die Schule vorzubereiten. Was für die Alphabetisierung gilt, ist ebenso für die Mathematisierung von Bedeutung.

 

Das unterstützt auch die Bemerkung einer sehr toughen indischen Kollegin, die zusammen mit mir bei Erasmus eine Klasse unterrichtete: 'Ich weiß nicht, warum ihr Deutschen euch so schwer tut. Bei uns in Indien kommen die Kinder in die Schule und können schon lesen! Das lernen sie in der Vorschule !'

 

Vor diesem Hintergrund liegt mir besonders am Herzen, Kinder früh zu alphabetisieren, also früh mit der Sprache, mit Lauten, mit Buchstaben, Silben und Wörtern vertraut zu machen. Das bedeutet nicht, dass wir schon einen frühen Schulbetrieb organisieren.  Nein!

 

Alphabetisieren kann ich Kinder, indem ich ein Buchstabenposter im Zimmer aufhänge, Suppe mit Buchstaben-Nudeln koche, mal Russisch Brot kaufen und damit experimentiere, auch mal Buchstaben aus Fruchtgummi kaufe oder auf einem Spaziergang Buchstaben mit Kinderkreide auf die Straße oder auf die Rinde von Bäumen schreibe. Es gibt da zahlreiche Möglichkeiten. Das mache ich zum Thema ganz vorne bei www.kinder-lernen-lesen.de.  

 

Das Booklet dazu gibt es schon.

 

 

Nutzt alle möglichen Gelegenheiten, um eure Kinder schon früh mit Buchstaben in Kontakt zu bringen

 

Kinder, die schon früh mit der Welt der Buchstaben vertraut werden, lernen später leichter lesen. Gelegenheiten dazu gibt es in unserer täglichen Umwelt reichlich.

 

So eine Kontaktaufnahme mit Buchstaben und ihren Lauten kann das Schreiben des eigenen Namens sein. Den sollten Kinder aus vielerlei Gründen schon aufsagen und schreiben können, bevor sie in die Schule kommen.  

 

Wir begegnen Buchstaben aber auch immer wieder an anderen Plätzen. Wenn wir ein Buch vorlesen, könnnen wir schon einmal auf ein 'A' oder einen anderen Buchstaben verweisen und den vielleicht auch in die Luft schreiben, mit dem Finger auf den Tisch schreiben, mit einem Stock in den Boden ritzen, etc. 

 

Klärung der Begriffe Laute und Buchstaben

 

Wissenschaftler halten mir gelegentlich vor, unwissenschaftlich zu arbeiten, wenn ich von Buchstaben, statt von Lauten spreche. Das ist aber zu kurz gedacht. Wenn ich von Buchstaben spreche, ist stets der Begriff 'Laut' mitgemeint.

Beim Lernen ist die konsequente Verwendung des Begriffes Buchstaben für Kinder viel leichter verständlich, als die Parallelität von Buchstaben und Lauten.

 

 

Buchstaben sind grafische Zeichen für Laute

 

Vereinfacht könnten wir sagen: Unsere frühen Vorfahren haben sich darauf geeinigt, dem Laut AAA das Zeichen A zu geben. Greifen wir so auf die Vokale zu, lernen unsere Kinder schnell, Laute und Buchstaben zuzuordnen. Auf jeder Lebensmittelpackung, auf Firmenschildern, Nummerschildern finden wir Buchstaben. Nutzen wir die Möglichkeit und beginnen unsere Kinder ihrem Interesse folgend und Schritt für Schritt zu alphabetisieren. Wir machen sie auf diese Weise ganz sanft mit der Welt der Laute und Buchstaben vertraut. Und Vertrauen ist eine der allerwichtigsten Grundlagen für erfolgreiches Lernen !!!

 

Also noch einmal:

Wenn ich von Buchstabe/n spreche, schließe ich den Begriff Laut/e mit ein. Das ist weniger verwirrend für Kinder, als beide Begriffe parallel zu nutzen.

 

 

 

Alphabetisierung überall

 

Jeder kleine Ausflug kann für die Alphabetisierung genutzt werden. Die Leuchtreklame in der Stadt, der Schieferstein im Wald, ein sandiger Weg, ein Nummernschild, ....

 

Es braucht keine aufwändigen Installationen wie bei mir im Lernstudio unten. Ein Tisch, eine kleine Tafel o.ä. reichen völlig.

 

 

Gehirngerechtes Lesenlernen

 

Eine kluge Lerntrainerin hat einmal den Begriff  'Gehirngerechtes Lernen' geprägt und erfolgreich darauf aufgebaut. Das gilt auch für das Lernen in der Schule. Das gilt auch fürs Lesenlernen. Es ist kein Fehler, Kinder schon vor der Schule zu alphabetisieren. Ganz im Gegenteil. Wenn Neues auf schon vorbereiteten Boden trifft, lernt es sich leichter. 

 

Wenn unser Gehirn schon auf zu Lernendes vorbereitet ist, kann es Neues viel leichter verstehen, einordnen und vernetzen. 

 

Ein Beispiel: Wenn Sie unvorbereitet in einen Vortrag gehen, haben sie viel mehr Mühe, dem Vortrag zu folgen, als wenn Sie vorher schon einen Artikel oder ein Buch zu dem Thema gelesen haben. So ist es auch mit dem Lernen in der Schule. Vorbereitet sein macht das Lernen leichter, Hinterherlernen macht das Lernen schwierig und sorgt für Sorgen.

 

Was machen wir in der Schule mit Kindern, die schon lesen können ?

 

Kluige Lehrer sind dankbar für Kinder, die schon alphabetisiert sind oder sogar schon lesen können.  Diese Kinder sind kein Ärgernis sondern wertvolle Helfer, die man als Assistenten und Vorbilder für Kinder einsetzen kann, denen das Lernen nicht so leicht fällt.

 

Eines meiner schönsten Feedbacks:

 

Vor zwei Jahren rief mich ein türkisch-stämmiger Vater an und sagte: 'Das muss ich Ihnen unbedingt berichten. Mein Sohn hat sich mit der Lese-Grundschule aufs Lesenlernen in der Schule vorbereitet. Er hat in ganz kurzer Zeit die Buchstaben und auch das Lesen gelernt. Er sitzt jetzt in der Ecke (ich halte die Luft an) und darf anderen Kindern beim Lesenlernen helfen. Die 14 € für die Lese-Grundschule waren die beste Investition meines Lebens!' 

 

Wir machen aus dem Lesenlernen kein Event

 

Wir bereiten die Alphabetisierung sorgsam und behutsam vor. Wir bereiten das geistige Feld, so wie der Bauer im Frühjahr seine Felder für eine erfolgreiche Aussaat und eine reiche Ernte vorbereitet.

 

Für uns heißt das, dass Buchstaben und ihre Laute schon früh im Leben eines Kindes vorkommen. Das kann ein Buchstabenposter an der Wand sein, eine Vorlage unter dem Frühstücksteller, eine Tasse oder ein T-Shirt mit dem Alphabet.

 

Und wenn wir unterwegs sind, können wir schon einmal auf die Buchstaben auf einem Nummernschild oder auf die Buchstaben in einem Firmennamen hinweisen: AL DI. Oder wir schreiben einen Buchstaben in den Schnee, in den Sand, auf einen Stein, auf einen Baum. 

 

So alphabetisieren wir unser Kind spielerisch und beiläufig. So bereiten den Boden für erfolgreiches Lernen und Lesen.

 

Wir sorgen auch dafür, dass unser Kind schon einmal seinen Namen in großen Druckbuchstaben schreibt und auch einmal das eine oder andere Wort abzeichnet bzw. abschreibt. 

 

Vor 250 Jahren: Lesen lernen in 14 Tagen

Johann Bernhard Basedow hatte es als Privatlehrer in wohlhabenden Haushalten mit wenigen Kindern zu tun. Er schrieb vor 250 Jahren: Wenn ich in einen Haushalt kam, in dem Kinder noch nicht lesen konnten, schnitt ich mir einen Satz Karten aus Karton, schrieb die Buchstaben darauf und übte mit den Kindern lesen. Nach 2 bis 3 Wochen konnten die Schützlinge lesen.

 

Eine ganze Klasse im Lesen zu unterrichten, ist aber schon eine andere Hausnummer.

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