Wolfgang Heller
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Die Lesewissenschaft

Die Lese-Wissenschaft muss in Deutschland, wenn es denn eine gibt, eine Geheimwissenschaft sein. Niemand hört oder sieht etwas von ihr. Es lässt sich keinerlei wissenschaftlich fundierte Anleitung zum Lesenlernen finden, weder in Buchform, noch online ! Kein Wunder, dass Kinder in Deutschland vielfach nicht so gut lesen können, wie Kinder in anderen Ländern.

 

Dankbar greife ich deshalb die bei ARTE.TV publizierten Ergebnisse fränzösischer Neurologen und Lernwissenschaftler zur Leseforschung auf.

 

Kurz gefasst: 

Die französischen Neurologen bestätigen, was gute Lehrer schon immer wussten und praaktizierten !

 

Was geht in den Köpfen von Kindern beim Lesenlernen vor ?

Diese Frage stellten nicht etwa deutsche Wissenschaftler sondern französische Neurologen.

 

In einem interessanten, bei ARTE ausgestrahlten Video ( Wie unser Gehirn lesen lernt - eine ARTE Dokumentation) , zeigten sie dann, was beim Lesenlernen in den Köpfen vorgeht und wie das Lesen am erfolgreichsten gelernt wird.

 

Die Aussagen bestätigen wissenschaftlich, was erfolgreiche Lehrer/innen schon seit Jahrhunderten nach Beobachtung, Erfahrung und Gefühl praktizieren.

 

Die Wissenschaftler bestätigen die empirische Erfahrung:
Lesenlernen erfolgt in drei Schritten:

  1. Zuerst müssen die Kinder die Buchstaben in ihrer grafischen Form und mit ihrem Laut lernen.
  2. Dann müssen sie lernen, die Buchstaben zu Silben zusammenzulesen.
  3. Im dritten Schritt lernen sie, Wörter aus Buchstaben und Silben zu erlesen und diese zu erkennen. Zum Erkennen ist ein großer Wortschatz von großem Vorteil.

Wie unser Gehirn lesen lernen - eine ARTE Dokumentation

 

Mit einem Klick auf den Link gelangt ihr zu der ARTE-Dokumentation übers Lesenlernen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=NhMSWFUDA_I&list=PLRh6vLlIxx3i9EnJneMn7kCJANex3OoX

 

 

Gut vorbereitete Kinder ....

Gut vorbereitete Kinder können mit 5 Leher/Stunden lesen lernen !!!

 

Vor zwei Jahren sah ich auch wieder zufällig bei ARTE.TV die beiden Film-Beiträge "Die Schule von Morgen". Im 2. Teil des Films ging es auch um das Lesenlernen. Französische Lern-Neurologen hatten sich ausführlich mit dem Thema befasst.

 

Sie sagen etwa ab der 35. Minute des Videos: 

 

  1. Kinder, die gut vorbereitet sind, können in bzw. mit 5 Lehrerstunden lesen lernen.  
  2. Kinder, die weniger gut vorbereitet sind, brauchen bis zu 7 mal länger.

 

https://www.youtube.com/watch?v=uxx1qIdO_Sw

 

 

Diese Festellungen treffen sich exakt mit meinen Beobachtungen in meinen Lesekursen für Vorschulkinder. Ein Drittel der teilnehmenden Kinder konnte nach den 5x2 Kursstunden beliebige Wörter erlesen. Ein weiteres Drittel war dem Ziel schon recht nahe und ein drittes Drittel hätte noch deutlich mehr Zeit gebraucht.

 

Das Zauberwort: Gut vorbereitet ...

Das Zauberwort heißt "gut vorbereitet' 

 

Nachem ich bei Facebook eine kurze Notiz darüber das Thema 'gut vorbereitet' geschrieben hatte, fragte eine gute Bekannte nach, was 'gut vorbereitet' bedeutet. 

 

"Gut vorbereitet' heißt nicht, dass alles schon vorweg gelernt wird. Nehmen wir uns mal einen Bauern zum Vergleich, der seinen Acker für die Aussaat im Frühhjahr vorbereitet. Je besser der Boden aufbereitet ist, umso mehr wird er voraussichtlich im Sommer ernten können.

 

Ähnlich ist es mit unseren Kindern. Wenn sie von kleinauf gut behütet aufwachsen, wenn wir viel mit ihnen sprechen, ihnen viel erzählen, mit ihnen singen, ihnen vorlesen, wenn sie Geschichten hören und sehen, ist der 'Input' so groß, dass sie mit aller Wahrscheinlichkeit Interesse am Lesen entwickeln und früh und schnell lesen lernen.

 

Kinder, die in dieser Zeit einen nur kleinen Input haben, müssen dieses Defizit in Vorschule und Schule ausgleichen. Sie brauchen deshalb zwangsläufig mehr Zeit, weil ihr aufzuholendes und zu lernendes Pensum dann wesentlich höher ist.

 

Wichtig für den sicheren Weg zu lesen ist auch, frühzeitig mit der Welt der Buchstaben, ihrer grafischen Form und ihrer Laute in Kontakt zu kommen. Wir können Kindern immer mal ganz nebenbei einen Buchstaben zeigen und benennen, wir können ihnen zeigen, wie sie ihren Namen schreiben (eigentlich ist das eher ein Malen) und wir können sie mit einem ABC-Poster in beliebiger Form schon mal auf die Buchstaben vorbereiten. Das alles hilft Lesen lernen. 

 

Gut vorbereitet   -   Ein paar Stichpunkte

 

  • Es heißt nicht, dass Kinder in einem Zeitblock von 5 Stunden lesen lernen.
  • Es heißt, dass sie mit dem Einsatz von  aufaddiert  5 Lehrerstunden bzw. 300 Lehrerminuten lesen lernen.
  • Gutes Lernen erfolgt in angepassten Portionen. Z. B. 22 x 15 Minuten = 330 Minuten = 5  1/2  Stunden.
  • Gut vorbereitet heißt auch nicht, dass die Kinder schon alle Buchstaben etc. gelernt haben müssen. Nein. Sie müssen gut eingestimmt sein. Sie müssen aufmerksam sein, lernbereit sein, sollten schon mit Buchstaben in Kontakt gekommen sein. Mehr nicht.
  • Es sagt auch, dass Kinder, die weniger gut vorbereitet sind, auch lesen lernen. Sie müssen die mentale Vorbereitung in der Schule lernen. Das kostet Zeit. Deshalb brauchen sie länger. Sie müssen das, was andere zu Hause schon gelernt haben, in der Schule nachholen. Sie brauchen dann nicht 5 Stunden, sondern z.B. 35 Lehrerstunden. Dann können sie auch lesen. 

 

Mit "gut vorbereitet" sind nicht Kinder gemeint, die schon alles können.

Gut vorbereitet sind ...

 

  • Kinder, die schon hie und da mit Buchstaben in Kontakt kamen,
  • Kinder, die ihren Namen schon kritzeln können,
  • Kinder, die Buchstaben auf Plakaten und an Fassaden zu erkennen versuchen,
  • Kinder, denen in ihrer Vorschulzeit viel vorgelesen wurde.
  • Kinder, die einen möglichst großen Wortschatz erworben haben.
  • Kinder, die gelernt haben, einer Sache über eine Viertelstunde aufmerksam zu folgen.

 

Wir müssen auch nicht in 5 Lehrerstunden lesen lernen. Wir können uns auch 5 Tage, ja selbst 5 Monate Zeit lassen. Nach 5 Monaten sollte wir allerdings lesen können.  Das ist nicht nur meine Meinung. 

 

Deutschlands Kinder haben ein gravierendes Problem mit dem Lesen !

In der Welt konnte man im März lesen:

Als ich 1951 in der Volksschule lesen lernte, ging daas ruck zuck. Wir hatten nur eine einfache Fibel, eine Schiefertafel und geschrieben wurde mit einem quietschenden Schiefergriffel. Damals, hatte man keine Zeit für pädagogische Fisematenten. Man befasste sich nicht mit einem langen Leseweg. Ziel war, möglichst schnell lesen zu können. 

 

Ganzwort-Methode führte zur 'Legasthenie'

 

Die pädagogischen Fisematenten haben dann aber Ende der 50er Jahre mit der 'Ganzwortmethode'  Einzug in die deutsche Schule gehalten. Mit der Ganzwortmethode schaffte es die Pädagogik, Millionen Kinder zu Lese-Analphabeten zu machen. Weil man aber nicht zugeben konnte, dass das an der Methode und gar  an der Pädagogik liegen könnte, erklärte man die Leseschwäche flugs zur Krankheit. Der passende Name für die Krankheit war schnell gefunden: Legasthenie ! 

 

 

Legasthenie-Industrie

 

Rund um die neue Krankheit Legasthenie entwickelte sich rasend schnell eine ganze Psycho-Industrie, die sich darum bemühte, die Fehler der Ganzwortmethode und der zugehörigen Pädagogik  mit teuren Kursen und Therapien wieder auszubügeln. Mit begrenztem Erfolg. 

 

Lesenlernen ist eigentlich ganz einfach.

 

Beim  Lesenlernen geht es nur darum, unsere 26 Buchstaben in ihrer Form und ihrem Laut zu lernen, dann zu lernen, diese Buchstaben miteinander zu Silben und danach zu Wörtern zu kombinieren. In der Mathematik bezeichnet man diesen Prozess als Kombinatorik. 

 

Spätestens zum Ende des 1. Schulhalbjahres sollten Kinder lesen können

 

Als Lehrer, die nicht der Ganzwort-Methode verfallen waren, haben wir ganze Klassen in 12  bis 16 Wochen zwischen Einschulung und Weihnachten zum Lesen gebracht. Wenn Kinder heute in diesem Zeitraum die ersten 8 Buchstabeen gelernt haben, rufen alle schon Hosianna! 

 

Der Intensivkurs 'Kinder lernen lesen'

 

Der Unwillen unserer modernen Pädagogik, unseren Kindern das Lesen in kurzer Zeit und dazu gründlich beizubringen, hat mich dazu bewogen, einen Lesekurs zu entwickeln, mit dem Kinder je nach Einstellung und Entwicklung in 5 Tagen, in 5 Wochen, spätestens aber nach 5 Monaten lesen lernen können! Spielend. Frei von Stress und quasi für die meisten Kinder mit Erfolgsgarantie.

 

Hic Rhodos, hic salta!  Den Beweis führte ich in meinen Vorschul-Lesekursen

 

In meinen Lesekursen für Vorschulkinder, die ich in den Ferien über jeweils 5 Tage a 2 Stunden für jeweils 10 Kinder erteilte, lernte 1/3 der teilnehmenden Kinder binnen 10 Stunden beliebige Wörter zu erlesen. Andere waren kurz davor. 

 

Pädagogik, Verlage und Politik und die Lese-Misere

 

Als ich Kurs und Konzept Deutschlands bekanntester ELTERN-Zeitschrift vorstellen wollte, lachte mich die Chefredakteurin mit den Worten aus: "Mein Kind geht jetzt schon fast ein Jahr in die Schule und kann gerade mal die Hälfte der Buchstaben. Und da wollen Sie Kindern das Lesen in 5 Tagen beibringen!" Alles gesagt.

 

Ich habe mein Konzept auch Verlagen und der Bildungspolitik vorgestellt.
Die Verlage waren nicht daran interessiert, ihr florierendes Konzept, das ihnen alljährlich etwa 800.000 mal ca. 50 € je Erstklässler einspielt, für ein wesentlich weniger lukratives Modell aufgaben.

 

Die Lese-Wissenschaft, sofern es sie in Deutschland überhaupt gibt, singt das Lied der Verlage, für die sie Fibeln und Übungshefte erstellen darf.

 

Die Politik erklärt in bekannten Worten, wie sich Bildungspolitik und Schulen über alle Maßen und Kräfte für das Lesenlernen engagierten. Gut, dass ma gerade alles auf Corona schieben kaann!

 

Angesichts dieser Allianz ist es nicht verwunderlich, dass unsere Kinder nicht gründlich lesen lernen. Da helfen auch die pflichtschuldigen Aktionen einer Stiftung Lesen nicht. Die beklagt, dass in Deutschland zu wenig gelesen wird. Aber:  Wer nicht richtig lesen kann, wird nicht zum Buch greifen, wird nicht lesen !

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