| Mein Name ist Wolfgang Heller. Geboren 1944,
ausgebildet als Lehrer für Grund-, Haupt- und Realschule in den Fächern Geografie,
Mathematik und Sport, unterrichte ich seit Januar 1969 an hessischen Schulen, die
längste Zeit an der Grundschule Weilmünster im Taunus. Im Sommer 2010 gehe ich nach
über 41 Unterrichtsjahren in Pension.
Zum Thema Lese-Methode
Als ich 1969 in den Schuldienst eintrat, war die
Ganzwort-Lese-Lern-Methode noch vorgeschrieben. Obwohl zu diesem Zeitpunkt schon viele
Lehrer vor den katastrophalen Folgen dieser Methode warnten (extreme Verschlechterung der
Lese- und Schreibleistungen, Legasthenie, Analphabetismus) , waren die Protagonisten der
Ganzwort-Methode so einflussreich, dass die Ganzwort-Methode noch ein Jahrzehnt als
Lese-Lern-Methode vorgeschrieben war. Auf diese Zeit gehen zahllose Fälle von
Legasthenie, LRS und Analphabetismus zurück.
Deshalb setzen sich seinerzeit erfahrene Lehrer über die
Vorschriften hinweg. Weil Fibeln mit synthetischer Methode nicht verwendet werden durften,
ließen sie die vorgeschriebenen Fibeln links liegen und unterrichteten die Kinder sehr
erfolgreich mit Tafel und Buchstabenkarten. Diese einfache Methode war und ist so
erfolgreich, dass ich sie übernommen habe und im Laufe der Jahre immer weiter zur
3-Stufen-Lese-Lern-Methode verfeinert und verbessert habe. Meine Lese-Grundschule ist auf
dem Prinzip der Buchstabenkarten aufgebaut.
Deshalb ist die Lese-Grundschule eigentlich keine wirklich neue
Methode sondern mehr ein modernes effizientes Update der über Jahrhunderte bewährten
Buchstabenkarten-Methode, von der schon der Erfinder des Schulbuches, Johann Bernhard
Basedow, um 1750 schrieb, dass Kinder mit Buchstabenkarten innerhalb weniger Wochen lesen
lernen können.
Die Idee der Lese-Grundschule:
Die Vielzahl der Lese-Fibeln und Lese-Methoden war dem Lesenlernen
nie förderlich. In meiner langen Zeit als Lehrer musste ich beobachten, dass Schulen
immer mehr Material und Man-Power zum Lesenlernen einsetzen, dass die Ergebisse aber
gegenläufig immer schlechter wurden. Der Beweis sind die Ergebnisse der Lern-Studien.
Ich entwickelte deshalb die Idee eines Lese-Kurses, der inklusive
Materialien und Anleitungen kostenlos und überall verfügbar sein sollte. Das Internet
bietet heute die Möglichkeit dafür. Der Kurs sollte einfach sein und zuverlässig zum
Erfolg führen.
Kostenloser Kurs und kostenlose Materialien im Internet
So entstanden das Alphabet der Tiere und daraus abgeleitet die
Lese-Safari. Mit diesen Materialien können Kinder zusammen mit Eltern, mit Erzieherinnen
und Lehrerinnen spielend das Alphabet lernen, Silben legen und lesen und schließlich
Wörter legen und lesen. Wenn Kinder die Buchstaben kennen und das Lese-Prinzip
(Verschleifen von Buchstaben zu Wörtern) verstanden haben, können sie bald jedes Wort
und damit jeden Satz und jeden Text lesen. Alle Materialien können kostenlos in der
Lese-Grundschule heruntergeladen, ausgdruckt und genutzt werden.
Lesenlernen in drei Schritten mit 'roten Vokalen' und 'orangenen
Konsonanten'
Um sicher zu sein, dass mit Kurs und Materialien erfolgreich gelernt
werden kann, habe ich beides intensiv in Lesekursen außerhalb der Schule getestet und
verfeinert. Dabei ist auch die Einteilung der Buchstaben in rote Vokale, in leichte
Konsonanten (Orange), in schwerere Konsonanten (hellblau) und in schwere Konsonanten
(dunkelblau) entstanden. So lernen die Kinder mit den rot markierten Vokalen und den
orange markierten einfachen Konsonanten die ersten Silben und Wörter. Erst wenn sie das
Leseprinzip verstanden haben, lasse ich sukzessive die hellblauen und dunkelblauen
Buchstaben einfließen. |